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Ganzrationale Funktionen IV               zurück

Lösen
algebraischer
Gleichungen
durch
Auskammern
a-absatz.pcx (280 Byte)

Anwendbarkeit

Wenn eine algebraische Gleichung kein Absolutglied
hat, kann sie durch Ausklammern gelöst oder zumindest
vereinfacht werden. Dabei wird  x, oder falls möglich
sogar eine Potenz von x, ausgeklammert.
 

a-absatz.pcx (280 Byte)

Beispiel

Folgende Gleichung soll gelöst werden:

a-1.pcx (190 Byte)      x4+2x3+x2 = 0

Nun wird x ausgeklammert, daß heißt die Gleichung
wird faktorisiert (in Faktoren zerlegt):

a-1.pcx (190 Byte)     x2·(x2+2x+1) = 0

Eine erste Lösung der Gleichung muß  x=0 sein, denn setzt
man 0 in die faktorisierte Gleichung (a-1.pcx (190 Byte)) ein, so wird der
linke Faktor auf jeden Fall 0, und somit die Gleichung wahr:

a-1.pcx (190 Byte)     02·(x2+2x+1) = 0

Weitere Lösung(en) ergeben sich, wenn die Klammer der
faktorisierten Gleichung (a-1.pcx (190 Byte)) gleich Null wird:

a-1.pcx (190 Byte)     (x2+2x+1) = 0

Diese quadratische Gleichung löst man mit der uns bereits
bekannten "Lösungsformel für quadratische Gleichungen",
bzw. hier mit der 1.binomischen Formel, und erhält -1 als
eine weitere Lösung.

Diese Lösung ist eine weitere Lösung der ursprünglichen
Gleichung. Die ursprüngliche Gleichung (a-1.pcx (190 Byte)) hat also
die Lösungen 0 und -1.